Manfredonia

Wie gesagt, Manfredonia erfüllt die in es gesetztes Erwartungen überhaupt nicht.

Das Schönste ist die Fahrt dort hin.
Dieses Mal nehme ich die mautpflichtige Autobahn.
Links liegt die türkis-blaue Adria, rechts die Schnee bedeckten Gipfel der Apenninen, voraus immer wieder terrakottafarbene Dörfer auf Hügeln, von einer Kirche überragt.
Dazwischen Weinberge.

Vor Manfredonia wird die Landschaft flach. Die Straße wird so schlecht, dass ich mich kaum traue mehr als 50 km/h zu fahren, weil es sich anhört, als ob das Auto auseinander fällt.
Ich will mich jetzt gar nicht über die italienischen Straßen auslassen. Nur so viel: ich dachte sie wären nicht so toll, aber sie sind deutlich schlechter.

Der Campingplatz ist auch nicht so toll.
Ein geschotterter Platz, rechts und links des Weges die Stellplätze alle in Reih und Glied, jeweils nur durch einen Baum am Anfang und am Ende getrennt.
Quadratisch, praktisch.
Die Sanitäranlagen OK.

Der Platz liegt direkt am Strand, der unspektakulär, flach und  schattenlos ist.
Links sieht man Manfredonia liegen. Es ist 11 km entfernt, einen Bus gibt es nicht und es sieht auch nicht so aus, als ob es sich lohnt, dorthin zu fahren.

Nicht mal das Wetter sticht besonders heraus. Es gibt Sonne und Wolken, aber eher 18, 19°C als 25°C.

Also nutze ich die Zeit zum Wäsche waschen und ordne Bilder aus Venedig.
Das ist ganz schön aufwändig. Ich habe sehr viele Bilder gemacht. Die jetzt so zu reduzieren, dass ihr als Leser euch nicht langweilt, kostet Zeit.
In einem Buch, das ich unterwegs gelesen habe ("Babylon"), blättert die Protagonisten oft in einem Fotobuch von 1958, "The Americans", von Robert Frank.
Ich habe nachgelesen: für das zu seiner Zeit sehr einflussreiche Buch ist Herr Frank 2 Jahre durch die USA gereist und hat 28.000 (!) Fotos gemacht, 83 davon landeten in dem Bildband. 1958, also nix digital, Negative, entwickeln usw.!
Da habe ich es doch deutlich leichter :-).

Nach einem Tag fahre morgens relativ früh weiter.

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