Alberobello

Leichten Herzens verlasse ich Manfredonia und fahre weiter nach Süden.
Dieses Mal ist meine Strecke nicht so lang und ich komme um die Mittagszeit in Alberobello an.

Der Ort ist vor allem wegen seiner Trulli bekannt. Trulli sind (jeden Falls die meisten) runde Häuser mit weiß getünchten Wänden und Dächern, die lose aus Natursteinen aufgeschichtet sind.
Zum einen halten die dicken Mauern und kleinen Fenster die apulische Hitze fern.
Zum anderen verfügte ein Graf mit dem schönen Namen Giangirolamo II. Acquaviva d’Aragona im 17. Jahrhundert, dass die Häuser in der Gegend auf diese Weise gebaut werden. So konnten die Dächer schnell abgedeckt werden, wenn Aufseher des Königs von Neapel anrückten.
Auf diese Weise sollten die Steuern, die auf den Bau von neuen Siedlungen fällig waren, umgangen werden.

 

Die im gleichen Stil errichtete Kirche ist allerdings viel jünger (1927), fügt sich aber gut ein.

 

Gegen Nachmittag wird der Ort von Touristen überschwemmt, die eines der in jedem zweiten Trulli angebotenen Souvenirs kaufen sollen.

 

Ich tue noch eine gute Tat, in dem ich einem alten Mann helfe, der seine Ape bergan nicht in Position zum Starten geschoben bekommt.
Dass er so verschreckt guckt, liegt an den vielen Touristen, in denen er versucht zu rangieren, nicht an mir :-).

Dann verschwinde ich Richtung Campingplatz.
Der liegt auf einem waldigen, unebenen Grundstück.
Damit ich halbwegs gerade stehe, fahre ich mit dem linken Vorderrad auf eine Baumwurzel.
Als ich nachts vom Zähne putzen komme ist Nebel aufgezogen und es sieht wirklich so aus, als würde ich im Wald campieren.

 

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